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Die osteopathische Behandlung umfasst Techniken am Bewegungsapparat, an den inneren Organen und am sogenannten Cranio-Sakralen System. Sie wird von Therapeuten ausschließlich manuell, d.h. mit den Händen durchgeführt. Dabei werden Blockaden gelöst, die sowohl knöchern (Chiropraktik) als auch ligamentär sein können. Die osteopathischen Techniken sind ganzheitlich, da der Mensch als Ganzes zu verstehen ist und nicht nur das Leiden an sich. Die osteopathische Behandlung wird bei viele Erkrankungen erfolgreich angewendet.

Der Mensch besteht aus Knochen, Gelenken und Muskeln, die ihm Bewegung ermöglichen und Organen, von denen die Funktionen des Ganzen gewährleistet wird. Osteopathen müssen all diese Bewegungsabläufe und Austauschvorgänge des menschlichen Körpers untersuchen und genau beschreiben, um Störfaktoren abklären und korrigieren zu können. Das gilt für die kleinsten wie für die größten Bewegungen. Alle Regelkreise des menschlichen Körpers können mit den Händen beeinflusst werden. Manuelle Geschicklichkeit, kombiniert mit einem Verständnis für Körperfunktionen und -strukturen macht den wahren Osteopathen aus.

Osteopathie ist die Kunst den Körper zu Selbstkorrekturen herauszufordern.

Die Ausbildung zum Osteopathen ist nur für Ärzte und Krankengymnasten möglich. Sie dauert fünf Jahre und es sind immer wieder Weiterbildungen notwendig um das vorhandene Wissen zu erweitern. Osteopathen sind damit Bindeglied zwischen Schulmedizin und sogenannte alternativen Heilmethoden. Die Dauer und die Anzahl der Behandlungen sind sehr unterschiedlich und können nur nach vorheriger Untersuchung bestimmt werden. In vielen Fällen reicht es aber, im Abstand von 4 bis 6 Wochen ca 3-4mal behandelt zu werden. Eine Kontrolluntersuchung nach einem Jahr ist sinnvoll.

Osteopathie wird bei vielen Beschwerden am Bewegungapparat, bei Organbeschwerden, Kopfschmerzen, Schwindel, nach Unfällen, Stürzen, nach Schwangerschaften eingesetzt. Bei Säuglingen nach schweren Entbindungen, bei Schluckstörungen und "Schreikindern".


Osteopathie für Kinder
Osteopathie ist eine neue schmerzlose Behandlungsmethode, die große Erfolge erzielt.
Besonders für Kinder ist die Osteopathie ideal, denn Sie kommt ganz ohne Medikamente aus und ist frei von Nebenwirkungen. Mit den Händen löst der Osteopath Spannungen und Störungen auf und regt die Selbstheilungskräfte des Kindes an.

Bei der Suche nach einem guten Osteopathen für Ihr Kind sollten Sie darauf achten, dass er spezielle Fortbildungen in der Kinderosteopathie gemacht hat. Denn obwohl die Osteopathieausbildung fünf Jahre in Anspruch nimmt, sind gerade für die Arbeit mit dem kindlichen Organismus spezielle Weiterbildungen unbedingt erforderlich. Osteopathiebehandlungen unterstützen die Entwicklung eines jeden Kindes, besonders bei allen Entwicklungsauffälligkeiten oder Störungen.

Nach schwierigen und zeitlich langen Geburten (länger als 8 Std) sollten Sie Ihr Kind auf jeden Fall bei einem geschulten Osteopathen vorstellen, denn vieles was sich "noch auswächst", kann durch osteopathische Behandlungen schneller behoben werden. Bei einigen Fällen genügt schon eine einzige Anwendung.


Osteopathie in der Schwangerschaft
Trotz optimierter Bedingungen in den Kreissälen, gibt es häufig schwierige und lange (> 8 Std.) Entbindungszeiten. Nicht selten findet sich die Ursache im mütterlichen Becken. Die Frauen klagen während der Schwangerschaft über Rückenschmerzen und Schlafstörungen.

Gerade die Osteopathie bietet mittels Ihrer Behandlugsmöglichkeiten Unterstützung. Der Osteopath untersucht die Schwangere und behandelt schmerzfrei die Strukturen im Becken, die eine leichte Geburt behindern könnten. Die Entbindungen werden dadurch leichter und vor allem schneller.

Mutter und Kind profitieren von der osteopathischen Behandlung, da die Bedingungen für eine gute Geburt geschaffen werden.

Werdende Mütter sollten sich ab dem 7. Schwangerschaftsmonat bei einem guten Osteopathen vorstellen.


Osteopathie am Kiefergelenk
Unsere Körperhaltung wird maßgeblich von der Stellung der Kiefergelenke beeinflusst.

Viele Beschwerden, die aufgrund von Fehlhaltungen entstehen werden durch die osteopathische Behandlung am Kiefergelenk gemindert. Außerdem wird die Osteopathie am Kiefergelenk bei Kopfschmerzen, Migräne und häufig auch bei Ohrgeräuschen und Tinnitus angewandt.

Die osteopathische Behandlung am Kiefergelenk ist besonders wichtig im Rahmen der Prävention bei Kindern. Eine frühzeitige und konsequente Behandlung ermöglicht es oft langwierige Kieferorthopädische Eingriffe zu vermeiden. Wachstumsbegleitende Behandlungen bei Kindern sind zudem meistens kostengünstiger als die Behandlung mit einer Zahnspange.

Darüber hinaus trägt die Osteopathie am Kiefergelenk bei Kindern dazu bei Haltungsschäden, Konzentrationsstörungen und Gebissdeformitäten zu vermeiden oder zu lindern.